Trust Technique

Die Trust Technique geht davon aus, dass Menschen und Pferde Gefühle teilen. Wann immer wir uns einem Pferd nähern, spürt es genau, wie unser Energie-Level ist, ob wir traurig oder ärgerlich sind, voller Energie oder ganz ruhig. Die meisten Beziehungsprobleme zwischen Pferden und Menschen entstehen dadurch, dass wir Menschen immer ein recht hohes Energielevel mit uns herumtragen und nicht im „hier und jetzt“ sind. Wir denken an morgen oder gestern, dabei entstehen oft ungute Emotionen, die unser Level weiter nach oben schrauben. Die Pferde reagieren sofort darauf. „Oh mein Mensch ist ärgerlich oder ängstlich… Ich sollte auf der Hut sein…“ Und schon ist auch das Pferd in einer angespannten Situation. Den umgekehrten Fall gibt es natürlich auch. Unser Pferd hatte einen schlechten Tag, die Herde ist unruhig, wir spüren die Unruhe und werden selbst unruhig. Wir handeln reaktiv oder ärgerlich, mehr Unruhe entsteht. Keiner kann mehr zuhören, weder das Pferd mir, noch ich dem Pferd. Wie können wir aus diesem Reaktionszyklus ausbrechen?
Hier versucht die Trust Technique zu helfen. Der Begründer der Technik, James French, kombiniert Aspekte von Meditation und Reiki und hat eine Methode entwickelt, die ganz einfach zu lernen ist und Menschen und Pferden hilft, Ruhe einkehren zu lassen. Bei sich selbst und in der Beziehung miteinander.
Was dann passiert ist einfach nur schön zu sehen und unglaublich zu erleben. Wenn ich mich ganz bewusst ruhig werden lasse, reagieren die Tiere, jeglicher Art, unmittelbar darauf, fast wie ein Biofeedback-Barometer. Sie steigen in diese Entspannung ein, in diesen „Present Moment“ und wenn ich Ihnen den Raum gebe, achtsam bin, gehen sie mit mir in die Ruhe, bis sie tief schlafen.
Wieso ist es sinnvoll diese Art von friedlicher Beziehung anzustreben und die Trust Technique regelmässig anzuwenden? Wenn man diese Art von Ruhe und Frieden teilt, entsteht Vertrauen in der Beziehung und Selbstvertrauen der einzelnen Lebewesen. In diesem Fall mein Pferd, wird mir mehr Vertrauen schenken, wird mich in schwierigeren Situationen aktiv fragen, „Wie fühlst Du Dich damit (mit diesem Riesentraktor, Drohne, Flatterplastik…) und wenn ich auf der Gefühlsebene sagen kann „Total ok…Du kannst damit auch friedlich sein“ wird mein Pferd mir folgen, wo auch immer ich hin möchte, was auch immer ich anfrage. Zum anderen werde ich sehr früh sehen, wenn mein Pferd mit etwas Schwierigkeiten hat, denn meine Achtsamkeit für mich und andere steigt. Ich sehe, wann mein Pferd Hilfe und Ruhe von mir braucht, um eine schwierige Situation zu meistern. Und auch dafür wird mein Pferd mir Dankbarkeit schenken, dass ich es sehe und anerkenne und im zweiten Schritt Dinge selbst lösen kann, die für es vorher vielleicht angsteinflössend waren. Unsere Kommunikation wird intuitiv und wir können zusammen Dinge erarbeiten, bei denen wir beide unser volles Potenzial ausschöpfen können. Kommunikation in Bildern. Verstehen ohne Worte oder Kommandos.
Für mich hat die Trust Technique absolut grundsätzlich verändert mit Tieren umzugehen. Auch mit Menschen. Wie fein kann man werden? Wie wenig ist nötig? Kann man kommunizieren, ohne dass andere etwas sehen? Ja kann man. Fein werden, statt laut, sich selbst ordnen und hinspüren und erklären statt befehlen und selbst immer wieder schauen und lernen. Ich freue mich sehr, dass ich als Trust Technique ® Practitioner diese wundervolle, Art mit Tieren zu arbeiten weitergeben darf.